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Honorar:


Grundsätzlich ist das Honorar im Falle eines Privatgutachtens zwischen Auftraggeber und Sachverständigen zur Gutachtenerstattung individuell vereinbar.

 

Es kann pauschal oder nach Stundensatz abgerechnet werden. Gerne erteilen wir Ihnen vorab ein Angebot.

Die maßgebliche Größe zur Höhe des Honorars richtet sich im Allgemeinen proportional am ermittelten Verkehrswert sowie am Umfang und Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung.

Eine erste Orientierung bietet Ihnen dabei die Honorartafel der Verordnung über die Honorare für Architekten und Ingenieure gemäß des §34 HOAI. 
ACHTUNG: Der hier benannte Paragraph wurde mit Wirkung zum 18. August 2009 außer Kraft gesetzt. Er ist unverbindlich und hat lediglich informatorischen Charakter.

Für Gerichtsgutachten greift die gesetzlich geregelte Vergütung gemäß JVEG
(u. a. Vergütung von Sachverständigen)

§ 34 Wertermittlungen gemäß HOAI
(1) Die Mindest- und Höchstsätze der Honorare für die Ermittlung des Wertes von Grundstücken, Gebäuden und anderen Bauwerken oder von Rechten an Grundstücken sind in der nachfolgenden Honorartafel festgesetzt:

Honorartafel zu § 34 Abs. 1
Wert Normalstufe Schwierigkeitsstufe
von bis von bis
Euro Euro Euro
25.565 225 291 281 435
50.000 323 394 384 537
75.000 437 537 517 733
100.000 543 664 643 910
125.000 639 780 755 1.062
150.000 725 881 856 1.203
175.000 767 938 912 1.278
200.000 860 1.051 1.017 1.432
225.000 929 1.131 1.095 1.544
250.000 977 1.193 1.157 1.628
300.000 1.071 1.304 1.264 1.779
350.000 1.149 1.397 1.356 1.908
400.000 1.207 1.479 1.425 2.012
450.000 1.266 1.546 1.490 2.104
500.000 1.318 1.611 1.559 2.198
750.000 1.563 1.912 1.847 2.610
1.000.000 1.776 2.180 2.104 2.965
1.250.000 1.981 2.417 2.336 3.292
1.500.000 2.164 2.644 2.548 3.599
1.750.000 2.357 2.877 2.780 3.917
2.000.000 2.510 3.062 2.956 4.165
2.250.000 2.671 3.249 3.150 4.437
2.500.000 2.856 3.487 3.382 4.757
3.000.000 3.152 3.849 3.724 5.253
3.500.000 3.450 4.194 4.079 5.771
4.000.000 3.729 4.569 4.410 6.250
4.500.000 4.082 5.027 4.837 6.851
5.000.000 4.348 5.314 5.148 7.274
7.500.000 5.706 6.973 6.762 9.511
10.000.000 7.071 8.555 8.242 11.719
12.500.000 8.340 10.180 9.903 13.974
15.000.000 9.369 11.433 10.980 15.440
17.500.000 10.547 12.776 12.386 17.350
20.000.000 11.268 13.788 13.368 18.856
22.500.000 12.328 15.163 14.692 20.661
25.000.000 13.443 16.593 16.068 22.634
25.564.594 13.692 16.914 16.377 23.085

(2) 1 Das Honorar richtet sich nach dem Wert der Grundstücke, Gebäude, anderen Bauwerke oder Rechte, der nach dem Zweck der Ermittlung zum Zeitpunkt der Wertermittlung festgestellt wird; bei unbebauten Grundstücken ist der Bodenwert maßgebend. 2 Sind im Rahmen einer Wertermittlung mehrere der in Absatz 1 genannten Objekte zu bewerten, so ist das Honorar nach der Summe der ermittelten Werte der einzelnen Objekte zu berechnen.
(3) § 16 Abs. 2 und 3 gilt sinngemäß.
(4) 1 Wertermittlungen können nach Anzahl und Gewicht der Schwierigkeiten nach Absatz 6 der Schwierigkeitsstufe der Honorartafel nach Absatz 1 zugeordnet werden, wenn es bei Auftragserteilung schriftlich vereinbart worden ist. 2 Die Honorare der Schwierigkeitsstufe können bei Schwierigkeiten nach Absatz 6 Nr. 3 überschritten werden.
(5) Schwierigkeiten können insbesondere vorliegen

1.
bei Wertermittlungen
-
für Erbbaurechte, Nießbrauchs- und Wohnrechte sowie sonstige Rechte,
-
bei Umlegungen und Enteignungen,
-
bei steuerlichen Bewertungen,
-
für unterschiedliche Nutzungsarten auf einem Grundstück,
-
bei Berücksichtigung von Schadensgraden,
-
bei besonderen Unfallgefahren, starkem Staub oder Schmutz oder sonstigen nicht unerheblichen Erschwernissen bei der Durchführung des Auftrages;

2.
bei Wertermittlungen, zu deren Durchführung der Auftragnehmer die erforderlichen Unterlagen beschaffen, überarbeiten oder anfertigen muß, zum Beispiel
-
Beschaffung und Ergänzung der Grundstücks-, Grundbuch- und Katasterangaben,
-
Feststellung der Roheinnahmen,
-
Feststellung der Bewirtschaftungskosten,
-
Örtliche Aufnahme der Bauten,
-
Anfertigung von Systemskizzen im Maßstab nach Wahl,
-
Ergänzung vorhandener Grundriss- und Schnittzeichnungen;

3.
bei Wertermittlungen
-
für mehrere Stichtage,
-
die im Einzelfall eine Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen der Wertermittlung und eine entsprechende schriftliche Begründung erfordern.

(6) Die nach den Absätzen 1, 2, 4 und 5 ermittelten Honorare mindern sich bei

  • überschlägigen Wertermittlungen nach
    Vorlagen von Banken und Versicherungen
    um 30 v. H.,
  • Verkehrswertermittlungen nur unter
    Heranziehung des Sachwerts oder
    Ertragswerts um 20 v. H.,
  • Umrechnungen von bereits festgestellten
    Wertermittlungen auf einen anderen
    Zeitpunkt um 20 v. H. .

(7) 1 Wird eine Wertermittlung um Feststellungen ergänzt und sind dabei lediglich Zugänge oder Abgänge beziehungsweise Zuschläge oder Abschläge zu berücksichtigen, so mindern sich die nach den vorstehenden Vorschriften ermittelten Honorare um 20 vom Hundert. 2 Dasselbe gilt für andere Ergänzungen, deren Leistungsumfang nicht oder nur unwesentlich über den einer Wertermittlung nach Satz 1 hinausgeht.